FRIEDENSATELIER,

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Kunst für Frieden e. V.

   

DenkMalKrieg - DenkMalFrieden

Projekt zur Supplementierung von Kriegerdenkmalen in Deutschland und Österreich

Geplante Projektaktivitäten:

- Dokumentation von Kriegerdenkmälern und kommentierte Ausstellung von Beispielen

- öffentliche Kunstaktionen, Interventionen

- Pressearbeit

- Diskussionsveranstaltungen, Vorträge, workshops

- Erarbeiten von (Um-)Gestaltungsvorschlägen und ergänzenden Texten


Für weitere Vorschläge zur Realisierung des Projektes sind wir offen und dankbar! Wenn Sie Fotos und Texte zu Kriegerdenkmälern haben, senden Sie uns diese bitte (gerne per email).


Auf eine Zusammenarbeit mit Ihnen freuen wir uns!

Das Projekt befasst sich mit ausgewählten Kriegerdenkmälern zum Ersten und Zweiten Weltkrieg in verschiedenen deutschen Städten und Regionen.

In Deutschland stehen unzählige Kriegerdenkmäler in Städten und Dörfern, die mit Skulpturen und Texten der getöteten Soldaten als "Helden" gedenken und ihnen für ihre Taten und ihr Sterben den Dank der „Heimat“ und/oder des „Vaterlandes“ zusichern. Einige dieser Kriegerdenkmäler sind in triumphalem Gestus gestaltet und fordern direkt oder indirekt zu künftigen Kriegen und Siegen auf.

Trauer und Bedauern kommen kaum zum Ausdruck, in keinem Fall Entsetzen und Schmerz über die durch den Krieg und seine Folgen verkrüppelten, verstörten, vergewaltigten und auf Lebenszeit traumatisierten Frauen, Kinder und Männer. Nie ist damit eine Absichtserklärung verbunden, für Frieden sorgen zu wollen. Solche Kriegerdenkmäler eignen sich noch heute - nach dem Weltbrand von 1939-45 zu „Heldengedenkfeiern“ militaristischer und neo-nazistischer Organisationen. Nur in einem einzigen - 2005 errichteten - Denkmal in Witzin sind andere Formulierungen zu finden.

Mit diesem Projekt soll angeregt und diskutiert werden, wie mit derartigen Kriegs- und Heldenverherrlichungen heute umgegangen werden kann und wie die Kriegerdenkmäler - einem heutigen friedlichen Bewusstsein entsprechend - zwar erhalten aber ergänzt und umgestaltet werden könnten.

Enstehung und Geschichte einiger besonders militaristischer Kriegerdenkmäler werden recherchiert und dokumentiert.

In Zusammenarbeit und Absprache mit örtlichen Friedensinitiativen, engagierten Personen und Organisationen werden Ergänzungen und Umgestaltungen mit Text und Form erarbeitet, die geeignet sind, Trauer über die Leiden von Frauen, Kindern und Männern zu zeigen und sich von der üblichen Heroisierung und Kriegsverherrlichung zu distanzieren.

Diese Ergänzungen und Veränderungen werden öffentlich zur Diskussion gestellt und den jeweils zuständigen Stellen zur Realisierung vorgeschlagen.

Damit wollen wir Diskussionen anregen über das Verhältnis zu Krieg und Frieden und über die weitgehend versteckten Folgewirkungen, grauenhaften Verletzungen und Verstümmelungen, Traumatisierungen und psychischen Störungen.

Es geht uns um Sensibilität und Nachdenklichkeit gegenüber kriegerischen Floskeln und um reale Veränderungen an den Kriegerdenkmälern, in denen sich heutiges Bewusstsein ausdrücken soll.

Die erarbeiteten Formulierungs- und Gestaltungsvorschläge, die von heutigem Friedenswillen zeugen und die militaristische und nationalistische Heldenverehrung überwinden, sollen schließlich in Zusammenarbeit mit Kommunen und/oder örtlichen Initiativen realisiert werden.

Mit diesem Projekt soll ein Anstoß gegeben werden für Kommunen, Kirchengemeinden, Friedensinitiativen, Jugendgruppen etc., sich mit den martialischen Relikten zweier mörderischer Kriege, ihrer Ursachen und Wirkungen zu befassen und ihrem heutigen Friedenswillen für Gegenwart und Zukunft sichtbaren und dauerhaften Ausdruck zu verleihen.



Institut für Kunst und Forschung
Trivastr. 7, D-80637 München, tel. 0049 89 – 157 32 19

Kunst für Frieden e. V.
c/o Hans Wallner, Flößerstr. 7, D-93059 Regensburg, tel. 0049 151 59828239

Kriegerdenkmal Beispiel eines Kriegerdenkmals (in Franking, Oberösterreich)